Bundesministerium für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend

z.Hd. Frau Ministerin Lisa Paus

Glinkastraße 24
10117 Berlin

Regenbogenportal des BMFSFJ

Sehr geehrte Frau Ministerin Paus,

zunächst möchte ich uns kurz vorstellen: Wir sind eine Gruppe Christen, die regelmäßig und intensiv für die Politiker in Stadt, Land und Bund beten. Wir betrachten es als unseren Auftrag, die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Anliegen unseres Landes in der Fürbitte vor Gott zu bringen.

Durch einen Artikel in der Neuen Züricher Zeitung vom 13.10.2022 («Welcher Körper passt zu mir?» Das deutsche Familienministerium rät unentschlossenen Kindern zu Pubertätsblockern, von Alexander Kissler, Berlin) sind wir auf Ihre Website „regenbogenportal.de“ aufmerksam geworden. Wir haben sie uns aufmerksam angesehen und sind zutiefst erschüttert.

Wir sind nicht damit einverstanden, dass unseren heranwachsenden Kindern und Enkeln Tipps gegeben werden, wie sie in ihre geschlechtliche Entwicklung mit chemischen und operativen Mitteln eingreifen können, die lebenslange Folgen haben.

Es irritiert uns, wie selbstverständlich Sie die individuell empfundene Geschlechtlichkeit und sexuelle Vielfalt von „trans* Personen“ als wünschenswert und ihre „Sichtbarkeit … [als] erfreulich“ darstellen. Sie zitieren die Deutsche Gesellschaft für Psychologie, die in einer Stellungnahme Geschlecht „als ein „mehrdimensionales Konstrukt, dessen Entwicklung durch das komplexe Zusammenspiel verschiedener körperlicher, psychosozialer und psychosexueller Einflussfaktoren bedingt“ sei und berufen sich damit auf Wissenschaftler, die gerade die Geschlechtlichkeit richtigerweise als „Entwicklung“ bezeichnen. Eine ergebnisoffene Entwicklung schließt aber aus, jemanden bereits im vorpubertären Alter bzw. während der Pubertät als „trans* Jugendlich“ festzulegen. Insbesondere Ihre Einlassungen zu Pubertätsblockern und zu Hormontherapien und geschlechstangleichenden Operationen machen uns fassungslos.

Wir empfinden es als verantwortungslos und schädlich, „wenn eine Regierung präpubertäre Minderjährige auf diese Weise … [anspricht] und «sich lebenslang auswirkende Medikamente» … [bagatellisiert]. … Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, nennt es «irre», dass die Bundesregierung «sehr jungen, unsicheren Menschen» Pubertätsblocker empfehle.“

Aus diesen Gründen widersprechen wir hiermit der Verwendung unserer Steuergelder für die Beeinflussung von jungen Menschen in einer ihrer empfindlichsten Entwicklungsphasen.

Mit freundlichem Gruß

Thomas Kobabe

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