Wundertal Auftritt am 21.05.23 auf der Sonnborner Straße:

Wir bedanken uns für die Performance! Wie getanzt wurde, war eindrucksvoll! Generell ist der Aufwand, eine solche Tanzperformance mit so vielen Tänzern, mit dieser Kreativität auf der Straße umzusetzen und die breite Unterstützung von Wuppertalern bemerkenswert!

Gezeigt wurde ein Ablauf verschiedener Phasen, die das Leben darstellen sollten: Angefangen hat es mit einer verkrampften Count-Down-Phase, dann kamen eine bewegungsfreudige Phase, dann Phasen, die von starken Emotionen – vor allem Ängsten, Depressionen, Aggressionen und Rebellionen – geprägt waren, bis hin zu Phasen des Traumas bzw. der Verstörung und Traurigkeit, sowie der körperlichen Liebe. Schließlich kamen „Tod“ und Widerauferstehung als dämonisierte Zombies.

Jeder Tänzer startete mit „weißer Weste“, die im Laufe der Phasen immer mehr in Einfarbigkeit befleckt wurde. Das Ganze wurde mit eintöniger, schriller, ja gruseliger Musik untermalt.

Diesen „Lebenszyklus“ stellten die Tänzer im Grunde genommen ALLE dar. Es gab kein Abweichen oder Entkommen von diesen immer gleichen Phasen bzw. „keine andere Farbe“ für das Individuum und somit auch vermeintlich kein Entkommen aus diesem Grusel für jeden Einzelnen. Dieses Narrativ wurde mit der Straße als Bühne unter Inklusion aller Alters-, Berufs-, Gender- und Kulturgruppen bei den Tänzern sowie der großen Presse-Beteiligung als gesellschaftlich akzeptierter Lebensentwurf vermittelt. Damit bewegt sich diese Botschaft unter dem Deckmantel künstlerischer Freiheit weg von der Neutralität und bekommt eine geistige, politische Dimension.

Die größere Perspektive auf das Leben ist hingegen eine völlig andere: Jesus ist gekommen, um uns Leben zu schenken und das in Fülle. Sein Geist lebt in uns und seine Frucht in unserem Leben ist Liebe, Freude und Frieden. Seine Liebe schenkt uns Freude am Lebensende, aber wir müssen, ja sollen keineswegs bis dahin warten, denn sie ist uns bereits heute in dieser Welt geschenkt! Für Ängste, Krankheiten und Depressionen ist kein Platz mehr (heute schon wohlgemerkt!), wenn wir diesen Mantel des „weltlichen Lebenszyklus“ fallen- und uns in der neugewonnenen Freiheit in seine Herrlichkeit transformieren lassen: Das ist wahres Ausbrechen aus dem einfarbigen, eintönigen Trott des Lebens und steht jedem zur Verfügung, der anklopft. Was wartet, ist ein farbenfrohes Leben in wahrer Freiheit, Erfüllung und Bestimmung.

Über das Stück bleibt zu sagen, dass es mit dem eigentlich vorgesehenen Leben nichts zu tun hat. Wir empfehlen, das Herz vor dieser Augenwischerei unbedingt zu schützen!

Fotos und Text von Lucas und Miriam

Aussage des Veranstalters zum Tanzevent:

“Dreistündiger Tanzmarathon zu Orgelmusik – feierlich und fortissimo – , Countdown, entfesseltes Rennen, Liebes- und Protestbewegungen, Alltagsgesten, Zombietänze, verwoben mit Else Lasker-Schülers bekanntem Gedicht „Mein Tanzlied“ („So tanz ich schon seit tausend Jahr, Seit meiner ersten Ewigkeiten“), …im Anschluss Dancefloor mit DJ Electric Indigo” (https://www.pina-bausch.de/de/stuecke/wundertal-/-sonnborner-strasse)

Das Tanzevent wurde als eine Spielart des hinduistischen Holi-Festes gefeiert, bei dem bewusst Dämonen angebetet werden. So lässt sich u.a. im Internet zu den Hintergründen des Festes lesen:

“Mythischer Ursprung: Vielen Besuchern ist dabei gar nicht bewusst, dass die Inspiration für dieses inzwischen von verschiedenen Veranstaltern organisierte Event in der hinduistischen Religion liegt. Es ist ein Frühlingsfest, das unter diesem Namen hauptsächlich in Nordindien und Nepal zelebriert wird. Das Fest der Farben, wie es auch genannt wird, beginnt am Vollmondtag des im hinduistischen Kalenders vorkommenden Monats Phalugna, der in unserer Zeitrechnung im Februar oder März liegt. Je nach Region wird zwischen einem und zehn Tagen gefeiert. Es gibt viele Mythen, die sich um das Holi Fest drehen. Eine davon besagt, dass es seinen Namen von einer weiblichen Dämonin, die „Holika“ hieß, habe. Laut mündlicher Überlieferung gab es einen religiösen Streit zwischen ihr und Vishnu, einer der wichtigsten Gottheiten des Hinduismus. Da Holika verlor und daraufhin in Flammen aufging, wird noch heute in der ersten Nacht des Holi Festes eine Holika-Puppe aus Stroh verbrannt. Ein weiterer Mythus behauptet, dass Krishna, eine der menschlichen Erscheinungsformen Vishnus, sich als Kind bei seiner Mutter beklagt habe, dass seine große Liebe, die Kuhhirtin Radha, im Gegensatz zu ihm so hellhäutig sei. Die Mutter riet ihm, das Gesicht seiner Geliebten mit Farbe zu bemalen, was er auch tat, sodass von nun an beide „farbig“ waren.” (https://www.ecowoman.de/freizeit/reisen/holi-fest-woher-kommt-das-farbenfrohe-festival-eigentlich-5480

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